STELL-Landwasser einstimmig vom Gemeinderat beschlossen

Bei der Sitzung des Gemeinderats am 8.5.2015 wurden die Stadtteilleitlinien (STELL) Landwasser einstimmig verabschiedet. Dabei lobten OB Dr. Dieter Salomon, BM Prof. Martin Haag sowie alle Sprecher/innen der Fraktionen unsere geleistete gute Arbeit und dankten dem Bürgerverein sowie allen am STELL-Prozess Beteiligten für die in vielen ehrenamtlich erbrachten Stunden erarbeiteten Ideen und Vorschläge, die nach der redaktionellen Gestaltung durch das Stadtplanungsamt, nun für die künftige Entwicklung Landwassers als Richtschnur zu gelten haben. – Bei unseren weiteren Gesprächen können wir uns also direkt auf die verabschiedeten Stadtteilleitlinien berufen!
Für die STELL-Teilnehmerinnen und -teilnehmer ist jeweils ein Exemplar des Abschlussberichts reserviert. Weitere Broschüren werden im Quartiersbüro zur Einsichtnahme durch alle ausgelegt.
Für die STELL-Landwasser kamen nach dem Startschuss am 14.11.2012 durch BM Prof. Martin Haag im voll besetzten Kirchensaal der Zachäus-Gemeinde rund 80 Bürgerinnen und Bürger Landwassers in sechs Arbeitsgruppen zusammen, um in insgesamt etwa 50 Sitzungen den Zustand des Stadtteils zu analysieren und Vorschläge zu erarbeiten, wie wir in den nächsten 10 – 15 Jahren leben wollen. Die Ergebnisse wurden Herrn OB Dr. Salomon am 16.7.2013 in einer wiederum gut besuchten Veranstaltung präsentiert und übergeben, doch es vergingen durch redaktionelle Umsetzung und Prüfungen der Ämter noch zwei Jahre bis zum Beschluss des Gemeinderats. Allerdings wurde die Zwischenzeit gut genutzt, denn viele unserer berechtigten Forderungen wurden durch laufende Kontakte des Bürgervereins mit der Stadtverwaltung bereits „angepackt“; z. B. die Sanierung des „Roten Otto“, Überlegungen zur Veränderung des Einkaufszentrums, Planung für eine Sanierung der Elsässer Straße, Beseitigung von Wurzelverwerfungen auf Fuß- und Radwegen u. v. a. m. – Besonders erwähnenswert ist das am 5. April 2014 eröffnete Quartiersbüro im Einkaufszentrum, für dessen erste Phase erfreulicherweise Stiftungsgelder zur Verfügung gestellt werden konnten und auch die Stadt unterstützend tätig wurde. Hier stehen zwei Sozialarbeiter/innen (halbe Personalstellen) für Beratungen und andere Hilfestellungen bereit, die durch einen „Kümmerer“ und etliche Ehrenamtliche unterstützt werden. – Auch die Wiedereröffnung der Sozialräume in der Wirthstraße darf diesen Aktivitäten zugerechnet werden.
Für STELL steht neben dem Einkaufszentrum und der Elsässer Straße jetzt der sog. „Umsetzungsfonds“, in Höhe von 35.000 EURO im Vordergrund. Dieser Betrag wurde für Projekte, die sonst nicht von der Stadt finanziert würden, bereits in den laufenden Doppelhaushalt aufgenommen. In mehreren Sitzungen, bei denen ein Großteil der STELL-Teilnehmerinnen und -teilnehmer zusammen kamen, wurden diverse Möglichkeiten diskutiert, wobei sich der Focus u. a. auf eine Verbesserung des Miteinanders im Stadtteilzentrum richtete.
Am STELL-Abschlussabend, am 8.7.2015 im HdB, wurde angeregt, den Platz der Begegnung auf der Südseite möglichst bis zur Kirche St. Petrus Canisius zu erweitern, um unter den Platanen eine Freifläche für Bodenschach, Boule, Trimm- Dich-Geräte usw. zu schaffen. Dazu sollten Sitzgelegenheiten und Tische, evtl. mit eingelegten Schachspielflächen, aufgestellt werden. Zusätzliche Sitzbänke auf den Beckenrändern und evtl. eine Fläche für Bewirtung könnten das Bild einer echten Freizeitfläche für Alt und Jung abrunden. Für die „große Lösung“ sind Gespräche zwischen Stadt und Kirche erforderlich, aber ohne Boule ließe sich auch einiges andere auf der vorhandenen Fläche verwirklichen.
Ein weiterer Vorschlag ist eine Informationstafel an der Einfahrt zum „Roten Otto“ sowie Wegweiser an der Auwaldstraße. Damit könnte man insbesondere Ortsfremden das Zurechtfinden im Stadtteil erleichtern. Während Hinweisschilder sicher, technisch gesehen, keine größeren Probleme erwarten lassen, müsste für eine Tafel an der Elsässer Straße oder an der Zufahrt nach Landwasser auch eine Haltebucht geschaffen werden. Vielleicht lässt sich das mit der bevorstehenden Sanierung des zweiten Straßenabschnitts verbinden!?
Der Bürgerverein wird es übernehmen, der Stadt diese Vorschläge zur Prüfung und Genehmigung zu unterbreiten, damit zumindest einer, nach Rückkoppelung mit der Bürgerschaft, umgesetzt werden kann. – Wir halten Sie auf dem Laufenden.
Dieter Dormeier
für STELL und Bürgerverein Freiburg-Landwasser e. V.

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