Stadtteil-Putzete 11. März 2017

Auch in diesem Jahr hat der Bürgerverein Landwasser mit zwei Gruppen an der großen stadtweiten Putzaktion teilgenommen. Zunächst war es noch frostig kalt, als es um 9 Uhr in der Früh losging.

Beide Gruppen berichteten danach, dass sie teilweise sehr saubere Strecken vorgefunden haben. Es hatte sich also doch bemerkbar gemacht, dass bereits am Freitagnachmittag davor alle Lerngruppen der Albert-Schweizer-Schule III unter der Anleitung von Frau Pohlmann am Schulgelände, im Mooswald hinter der Schule und am Moosweiher Müll gesammelt haben.

Ich hoffe, die Schüler und Schülerinnen haben dabei gelernt, selbst nichts mehr achtlos weg zu werfen!

In der Wirthstraße, eine eigene Gruppe, angeleitet von Frau Klaudia Steiner, wetteiferte eine große Kindergruppe, wer die meisten Fetzen, Schnitzel sammelte. Mit Maria Möllenkamp hatten sich die Kinder auch dergestalt vorbereitet, dass sie Nistkästen gebastelt hatten und bei dieser Gelegenheit aufhängten. So können die Vögel hoffentlich möglichst lange Zeit einen müllfreien Waldrand genießen und ihren Nachwuchs aufziehen.

Obwohl über zwei Wochen lang mit einem sogenannten Kundenstopper auf die Putzaktion im Einkaufszentrum hingewiesen wurde, nahmen in Landwasser nur die Bürger und Bürgerinnen teil, die sich immer an dieser Putzaktion beteiligen und auch so unter dem Jahr immer wieder aufräumen.

Mit einem Vesper im Dialog-Café der evangelischen Kirche ausschließlich mit frischen Produkten des Bauernmarktes wurde allen Beteiligten für ihren Einsatz gedankt. Bei den Kindern waren die Urkunden für ihr vorbildliches Engagement besonders begehrt.

Im Gespräch wurde immer wieder die große Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass die Sauberkeit möglichst lange halten möge. Diese Hoffnung wurde mit viel Zweifel versehen, weil die Erfahrung einfach lehrt, dass morgen schon wieder Müll auf den Straßen und Wegen zu sehen sein wird.

An dieser Stelle möchte ich als Organisator noch ein persönliches Wort loswerden: Vor kurzem berichtete die Badische Zeitung über Wiens „Müllwächter“, die sogenannten „Waste Watcher“. Da heißt es, wer eine Zigarettenkippe auf den Boden wirft, zahlt jetzt 90 Euro Strafe. Etwa 90 Prozent der Wiener finden das gut, denn die meisten wollen, dass ihre Stadt sauber bleibt.

Ich habe den Eindruck, dass alle, die an der Putzaktion teilnehmen, dies auch für Freiburg wünschen.

Folkmar Biniarz

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