INFO-Veranstaltung „Wirthstraße“ vom 6. 2. 2018

INFO-Veranstaltung der Stadt Freiburg zum Thema „Neubebauung in der Wirthstraße“

Am 06. Februar 2018 fand in der Gewerbe Akademie Freiburg-Landwasser die angekündigte Informationsveranstaltung der Stadt Freiburg zum Thema „Neubebauung in der Wirthstraße“ statt. Die Badische Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe vom 8.2.2018 über den Verlauf.

Fotos von dem Ereignis:

(für vergrößerte Darstellung bitte auf die Bilder klicken!)

Ausschnitte aus den Ausführungen von Dieter Dormeier, dem 1. stellvertretenden Vorsitzenden des Bürgervereins Landwasser:

Öffentlichkeitsveranstaltung – Wirthstraße

Der Bürgerverein dankt für die frühzeitige Informationsveranstaltung des Stadtplanungsamts am 6.2.18 bzgl. der weiteren Bebauung der Wirthstraße.

Nur bei vorheriger Kenntnis des Projekts können Stadtplanungsamt und Architekten die Ideen und Wünsche der Anwohner erfahren, und umgekehrt kann nur so Verständnis für vorgesehene Maßnahmen geweckt werden.

Das zur Bebauung vorgesehene Areal war vormals als Vorhaltetrasse für die Stadtbahn nach Hochdorf vorgesehen; die früheren Pläne wurden inzwischen jedoch fallengelassen.

In der offiziellen STELL-Broschüre wurde das Entwicklungspotential des Geländes herausgestellt, wobei die Wichtigkeit des dortigen Bolzplatzes für die Anwohner betont wurde. Der Erhalt dieses Sportplatzes wurde erfreulicherweise vom Stadtplanungsamt bestätigt. Zu begrüßen ist auch die Integration einer zusätzlichen Kita, und die Bürgerschaft bittet ergänzend um eine „Zweigstelle“ des Quartiersbüros.

Andere „Knackpunkte“ sind in den Protokollen der STELL-Arbeitsgruppen zu finden:

– Der Stadtteil ist überaltert; wir brauchen den Zuzug jüngerer Leute.

– Es werden Wohnungen mit höherem Standard gefordert; aber auch zu bezahlbaren Preisen.

– Kleinere Wohnungen sind billiger und könnten junge Singles oder Paare ansprechen.

Es gibt in Landwasser allerdings auch ältere Leute, die gern in kleinere Wohnungen ziehen möchten, um in Landwasser zu bleiben. Dazu wäre eine zusätzliche Tagespflege oder eine Wohngruppe für pflegebedürftige Menschen förderlich.

Insgesamt fordert der Bürgerverein eine „Sensible Belegung der Mietwohnungen, um dadurch ein verständnisvolleres Zusammenleben aller Bürger zu erreichen!“

Die STELL-Arbeitsgruppen schlugen u. a. vor, auf dem Gelände an der S-Bahnlinie eine Sport- bzw. Mehrzweckhalle zu bauen, bei der der Bahnlärm nicht so belästigend wäre, insbesondere für den Bedarf der Freien Christlichen und der Albert-Schweitzer-Schulen. Damit könnten auch die Möglichkeiten der Sportvereine erweitert werden! – Ein Vorschlag der FCS ist, die Halle tieferzulegen und den Bolzplatz auf dem Dach anzulegen. Damit wäre der Platzbedarf „neutral“. Erfreulich ist, dass sich die FCS ggf. finanziell beteiligen könnte.

Eine Mehrzweckhalle wäre übrigens ein deutlicher Anreiz zur Überwindung der Elsässer Straße vom Kernstadtteil her. – Dazu gehört selbstverständlich auch ein ebenerdiger Fußgängerüberweg, der die Zusammengehörigkeit der beiden Landwasser-Teile fördern würde.

Beim Garten- und Tiefbauamt gibt es dafür bereits Pläne, nämlich eine verkehrsberuhigte Straße mit Tempo 50 und einem beampelten Überweg. Beides ist aber wohl erst mit der Sanierung des nächsten Teilstücks der Elsässer Straße zu erwarten.

Bei STELL stand außer Frage, dass Hochhäuser in der Wirthstraße, wie in ganz Landwasser, möglich sein sollten. – Jetzt sind fünf Geschosse vorgesehen. Mit zusätzlichen höheren Häusern könnten vielleicht mehr Wohnungen geschaffen werden, und die Max-und-Moritz-Bauten würden nicht mehr so dominant wirken sowie einen optischen Übergang zum neuen Therapiezentrum mit neun Geschosse bilden. – Aber vielleicht lassen sich mit niedrigeren Häusern mehr Wohnungen schaffen als mit höheren, weil man dichter bauen kann!? Wir werden durch die Mehrfachbeauftragung sicher erfahren, was vorteilhafter ist.

In der Neubebauung der Wirthstraße liegt – neben dem neuen Einkaufszentrum – eine weitere große Chance, Landwasser attraktiver zu machen und zu verjüngen! – Und wenn mit den Neubauten in Landwasser dazu beigetragen werden kann, dass der Mooswald nicht abgeholzt zu werden braucht, dann freuen wir uns hier umso mehr!

Dieter Dormeier für den Bürgerverein Landwasser

 

 

Fotos: F. Biniarz

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