IGEL e.V. – Schutz vor Güterbahnlärm

Güterbahnlärm in Landwasser!

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Güterbahnlärm in Landwasser!

Sie haben sicher in der Presse verfolgt, dass die Pläne für das 3. und 4. Gleis der Güterbahn für die Umfahrung Freiburgs und weiter bis Schallstadt vorliegen. Es handelt sich um den mit 8.2 bezeichneten Streckenabschnitt, der, entlang der Autobahn, Landwasser direkt berührt. 2012 wurden nach vielen Protestaktionen der Anlieger der neuen Trasse von Offenburg bis Weil und erfolgreichen Verhandlungen des „Projektbeirats“ zufriedenstellende Schallschutzmaßnahmen festgelegt, so z. B. „Galerien“ im Bereich unseres Stadtteils, die insbesondere die Hochhäuser in der Auwald- und Wirthstraße gegen den Güterzuglärm abschirmen sollten. Nun soll die geschätzte Anzahl der Züge reduziert werden, allerdings bei gleichzeitiger Steigerung der Waggonzahlen. Dadurch soll angeblich der Lärm verringert werden, und die Bahn nimmt dies zum Anlass, die Schallschutzwände und Galerien niedriger zu bauen als zugesagt, um Kosten zu sparen. Danach verringert sich die Wandhöhe bei Landwasser gegenüber 2016, als die Galerien hier bereits eingespart wurden, von 5 auf 4 m und am Tierhygienischen Institut von 5,5 auf 3,5 m. – Das dürfen wir nicht hinnehmen! – Verkehrsausschuss und -ministerium verhandeln jetzt darüber; doch die Bahn ist Bundeseigentum und die Ministerien haben sich an gültige politische Weisungen zu halten. – Im nördlichen Abschnitt 8.1 ging es doch auch!

Interessengemeinschaft IGEL und Bürgerverein Landwasser sind überzeugt, dass bei gleichem Frachtaufkommen weniger längere Güterzüge in der Summe etwa gleichen Lärm verursachen als mehr kürzere, so dass der bisher vorgesehene Schallschutz auch weiterhin zwingend gefordert wird.

Bei einer öffentlichen Veranstaltung am 19.6.18 stellte die Bahn im Bürgerhaus am Seepark den Streckenabschnitt 8.2 vor: Beeindruckende Bauwerke und modernste Technik; aber mit verringerten Schallschutzmaßnahmen. Über den endgültigen Schallschutz konnte noch nicht informiert werden (s. o.). – Stadträtin und IGEL-Vorstand G. Schrempp, sowie der Unterzeichner und andere ergriffen vehement das Wort, kritisierten heftig das Vorgehen der Bahn, bestanden auf den seinerzeit genehmigten Einrichtungen und kündigten Widerstand der Bevölkerung an, falls die Bahn versuchen sollte, den vorgestellten unbefriedigenden Lärmschutz durchzusetzen.

Bürgerverein und IGEL bitten Sie weiterhin um Ihre Unterstützung; denn wir müssen alles dafür tun, dass unser Landwasser nicht durch unerträglichen Bahnlärm an Wohnqualität verliert.

Dieter Dormeier  

für den Bürgerverein und IGEL Landwasser

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