EKZ-Info-Veranstaltung am 12. 09. 2018, Bericht und Fotos

Neues zum „Zentrum Landwasser“

Der Investor des künftigen „Zentrums Landwasser“, Herr Peter Unmüßig, hat Wort gehalten: Die Informationsveranstaltung über die aktuellen Pläne, die im Januar bei der Präsentation versprochen wurde, fand am 12.9.18 im Kirchensaal der ev. Zachäuskirche statt.

 

Fotos: F. Biniarz

 

Einiges war ja schon durchgesickert, so z. B. dass der Platz der Begegnung bei der Warenanlieferung nicht, wie ursprünglich geplant, befahren wird; auch dass das Quartiersbüro einen Platz im Erdgeschoss bekommt und bei Bedarf Wohngruppen für Senioren eingerichtet werden. – Besonders wichtig ist es der Bevölkerung verständlicherweise, dass die Nahversorgung klappt; und so ging ein befreiendes Aufatmen durch die Reihen, als Herr Unmüßig das Kannenberggelände als Übergangslösung bestätigte. Neu war, dass das dortige Gebäude für den REWE-Markt umgebaut werden kann. Wie Ärzte, Apotheke, Sparkasse und Poststelle dort letztendlich untergebracht werden, wird sich zeigen. – Beifall gab es für die Mitteilung, dass der Wochenmarkt auch auf dem Gelände unterkommen wird und uns wie gewohnt, mit seinem vielseitigen Angebot versorgen wird.

 

Voraussehbar war, dass es bei dieser Veranstaltung auch offene Fragen sowie Kritik geben würde: Der Standort für den 12-stöckigen Turm für Praxen und Wohnungen an der südlichen Stichstraße wurde nicht verändert; doch wurde auf die von den Architekten durchgeführte  Prüfung des Umfangs und der Zeit der zu erwartenden Verschattung verwiesen, die den Angaben nach tolerierbar sein sollte.

 

Höher schlugen die Wogen bei der Diskussion der gewünschten Arkaden, ähnlich wie im bisherigen EKZ. Die Pläne weisen keine Arkaden aus; weshalb bei der Tombola im vergangenen Jahr eine entsprechende Namensgebung, wie bei den „Westarkaden“, abgelehnt wurde. – Nicht realistisch erscheint der Vorschlag, die Außenfront der Geschäfte in der Tiefe der Arkaden zurückzusetzen, da dadurch zu viel Geschäftsfläche verloren geht. Zu prüfen wäre allerdings, ob in die Gasse reichende Halbdächer, z. B. begrünte Beton- oder moderne Metallkonstruktionen (Kunst am Bau!), möglich wären, wobei selbstverständlich berücksichtigt werden muss, dass Rettungsfahrzeuge durchfahren können. – Am leichtesten sind wohl Markisen zu realisieren, mit einheitlichem Muster und möglichst mit einer Automatik für gemeinsames Aus- und Einfahren.

 

Die zeitliche Planung sieht vor, dass die jetzigen Praxen und Geschäfte Ende 2019 ausziehen, so dass Anfang 2020 mit dem Abriss und anschließend mit dem Neubau begonnen werden kann. – Herr Christof Etter, der zuständige städtische Planer, der dankeswerterweise ebenfalls an der Veranstaltung teilnahm, erklärte dazu, dass der Bebauungsplan wohl im ersten oder zweiten Quartal 2019 für einen Monat „offengelegt“ werden könne. Danach haben die Bürger/innen dann 2 Wochen Zeit, um die Planungen zu kommentieren oder ggf. Einwendungen einzureichen. Wenn nicht schon vorher Arkaden oder Markisen „nachgeplant“ werden, ist dies die letzte Möglichkeit, eine Lösung einzufordern; ob erfolgreich, werden die vorgeschriebenen Prüfungen und Erörterungen bzw. der Planfeststellungsbeschluss und letztendlich die Entscheidung des Gemeinderats ergeben. – Wenn alles planmäßig läuft, könnte der o. g. Zeitrahmen eingehalten werden.

 

Dieter Dormeier 

für den Bürgerverein Landwasser

 

Zusatz-Information:

Ein Bericht über die Veranstaltung erschien auch in der Badischen Zeitung vom 14. September 2018.

 

 

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