Neues von der Breisgau-S-Bahn

Verlegung des S-Bahn-Haltepunkts in Landwasser

Fotos: F. Biniarz

Waldrodung

Im Rahmen der Elektrifizierung und des Ausbaus der Breisgau-S-Bahn zwischen Freiburg und Breisach wird der heutige Haltepunkt „Freiburg West“ in Landwasser um ca. 200 Meter nach Westen verschoben, so dass die Umsteigesituation zwischen Zug und Stadtbahn verbessert wird. Der Ausbau des Haltepunkts – künftig „Landwasser“ ist u. a. nötig, um längere Züge einsetzen zu können. – Der neue Bahnsteig wird 210 Meter lang und an beiden Enden mit barrierefreien Zu- bzw. Abgängen ausgebaut.

Für die Baustelleneinrichtung und den künftigen Bahnsteig musste das kleine Waldstück zwischen Wirthstraße und Bahn gerodet werden. Nach den Bauarbeiten bleibt das bisherige Waldstück, das an den künftigen Bahnsteig grenzt, als Grünfläche bestehen. Der Bahnsteig und seine Zugänge sind dann besser einsehbar.

Um den notwendigen Raum für die Oberleitungen freizumachen, musste zudem der Baum- und Buschbestand entlang des Gleises zurückgeschnitten werden.

Die Elektrifizierung ist aus unserer Sicht grundsätzlich zu begrüßen, ebenso die Maßnahmen wie der barrierefreie Ausbau des Bahnsteigs und die Verlegung in Richtung Stadtbahn-Haltestelle „Moosweiher“ zum einfacheren Umsteigen.

Schallschutz für die Breisgau-S-Bahn; denn Lärm macht krank!

Selbstverständlich begrüßten wir, dass Schallschutzmaßnahmen zum Schutz der Anwohner gegen den Bahnlärm, der durch kürzere Takte und höhere Geschwindigkeiten der Züge (bis 120 km/h statt bisher 80 km/h) zu erwarten ist, vorgenommen werden. Aber wir hielten die Wirksamkeit der ursprünglich vorgesehenen nur 3 m hohen Schallschutzwände in der Wirthstraße für absolut ungenügend, da nach den schalltechnischen Untersuchungen damit nur die unteren 4 Stockwerke einen aktiven Schallschutz erhalten hätten.

Außerdem lehnten wir die üblichen undurchsichtigen Schallschutzwände ab, da wartende Fahrgäste dadurch von der Umwelt weitgehend abgeschirmt werden, was dem Sicherheitsbedürfnis der meisten Menschen widerspricht. – Wir unterstützten daher in unseren Einwendungen die Forderungen der Stadt Freiburg bezüglich der Einsehbarkeit der Bahnsteige.

Nach neuesten Informationen werden sogenannte „Schienensteg-Dämpfer“ entlang der Wirthstraße eingebaut, so dass der Lärm durch das rollende Material deutlich eingeschränkt wird. Zum anderen werden die Schallschutzwände nur eine Höhe von 2 m ab Schienenoberkante haben und damit nur ca. 1,5 m über den Bahnsteig ragen, so dass zumindest Erwachsene darüber hinwegschauen können. – Hoffen wir, dass die beschriebenen Maßnahmen ausreichen, damit der Schienenlärm erträglich bleibt. – Die Güterbahn entlang der Autobahn wird ebenfalls kommen und Lärm mit sich bringen, aber das wird noch eine Zeitlang dauern.

Dieter Dormeier für den Bürgerverein Landwasser

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