Stadtteilzentrum Landwasser (SL) – Stellungnahme der Initiative SL

„Bärendienst“ für Landwasser?

Auf welches Thema wird man beim Einkauf, auf dem Bauernmarkt und auf der Straße angesprochen? Auf das Thema „neues Stadtteilzentrum“.

Die bisherigen Bürgerversammlungen dazu waren immer gut besucht. Das unterstreicht das große Interesse an – so kann mit Fug und Recht behauptet werden – unserem Stadtteilzentrum.

Viele haben noch in Erinnerung, dass bei der letzten Bürgerversammlung Herr Unmüssig als Projektentwickler und Bauherr zu aller Überraschung informierte, dass sich das Bauvorhaben um ein Jahr verzögert. Nun gab es die Offenlage der neuerlichen Pläne im August/September letzten Jahres. Dabei wurden zahlreiche Stellungnahmen abgegeben.

Die Bearbeitung der Stellungnahmen hat eine Initiative für die Stadtverwaltung erleichtert. Sie hat die wichtigsten Punkte zusammengefasst, die von 687 Bürgern und Bürgerinnen unterschrieben wurden. Somit muss die Stadtverwaltung nicht auf über 687 verschiedene Stellungnahmen einzeln eingehen.

Was ist nun in der Zwischenzeit passiert? Die Initiative hat auf Empfehlung von Baubürgermeister Prof. Haag das Gespräch gesucht mit dem Projektentwickler, Herrn Unmüssig, und mit den Fraktionen im Freiburger Gemeinderat. Das ist mit fast allen gelungen.

Unbestritten war aus allen Gesprächen herauszuhören, dass es das gemeinsame Interesse ist, für Landwasser ein wirklich nicht nur „schönes“ sondern auch praktikables und zukunftsfestes neues Stadtteilzentrum zu errichten. Ein Stadtteilzentrum, was einlädt. Ein Stadtteilzentrum, auf das die Bevölkerung stolz sein kann und das gern angenommen wird.

Die Forderung nach ebenerdigen Zugängen, die von allen begangen werden können, hat niemand in Frage gestellt oder abgelehnt. Der Wunsch nach hoher Aufenthaltsqualität und der baulichen Einladung zum Begegnen, Kommunizieren und nachbarschaftlicher Kontakte wurde zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Wunsch nach einem breiteren Gehweg zwischen Straßenbahnhaltestelle und Platz der Begegnung mit den Kirchen, dem Haus der Begegnung und den Schulen wurde gerade den Gemeinderäten und Gemeinderätinnen, die sich nicht so sehr in Landwasser auskennen, nahe gebracht. Nur das Thema, die Zahl der Stockwerke bei dem geplanten Hochhaus wegen der Verschattung der Nachbarschaft zu reduzieren, ließ Köpfe wiegen. Es gibt eben die Tendenz, in Freiburg aus bekannten Gründen möglichst viele Wohnungen zu schaffen. Und da müsse eben auch mehr „in die Höhe gebaut“ werden.

In den Gesprächen stellte sich die Tiefgarage, die nicht in das Grundwasser gebaut werden darf, als ein Problem dar, was anscheinend nicht so einfach zu lösen wäre. Die Initiative hat in den Gesprächen natürlich mögliche Alternativen angesprochen: ein Parkhaus, integriert in das neue Stadtteilzentrum. Oder ein Parkhaus am Eingang von Landwasser auf dem sogenannten „Kannenberg-Gelände“. Vielleicht haben die Planer noch andere Ideen?

Nachdem von Herrn Unmüssig der Bau des neuen Stadtteilzentrums sowieso verschoben wurde, kann die Zeit genutzt werden, aus schlechten Plänen ein wirklich nachhaltiges, tolles Stadtteilzentrum zu entwickeln, was die nächsten Generationen trägt.

Initiative Stadtteilzentrum Landwasser

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