Amazon-Logistikzentrum – Zunahme des LKW-Verkehrs durch Landwasser?

Mehr Verkehr in Landwasser durch Amazon-Logistikzentrum?

Im vergangenen Jahr ist die Spedition Dachser vom Gewerbegebiet Hochdorf nach Eschbach umgezogen, und der Schwerlastverkehr durch Landwasser hat sich dadurch erfreulicherweise etwas verringert. – Das Gelände und die Hallen mit ihren Rampen in der Blankreutestraße stehen seither ungenutzt, aber ab Juli wird der Online-Versandhändler Amazon dort einziehen, um seine Pakete für die Zustellung zwischen Offenburg und Lörrach „umzuschlagen“. Das schafft neue Arbeitsplätze und Gewerbesteuer. Das zusätzliche Aufkommen von ca. 500 Fahrten pro Tag trifft aber nicht nur in Hochdorf, sondern auch in Landwasser auf Bedenken:

Der Bürgerverein hat die Speditionen Dachser und Streck seit Jahren vergeblich um die Benutzung der Markwaldstraße zur Granadaallee (Richtung IKEA) und umgekehrt gebeten, anstatt über die Elsässer Straße durch Landwasser zu fahren. Antwort: Die Speditionen seien nicht weisungsbefugt, da die meisten Lkw-Fahrer für andere Firmen führen.

Der Lkw-Verkehr zu und von Amazon in Hochdorf wird in erster Linie aus Norden kommen und dabei über die Bebelstraße ins Gewerbegebiet fahren. – Bei den Zustellern handelt es sich aber überwiegend um Subunternehmer mit Transportern der Klasse „Sprinter & Co.“, und wir fürchten, dass die den kürzesten bzw. schnellsten Weg nehmen, also z. B. von der B 3 über die Westrandstraße und die Abfahrt Landwasser, um über die Elsässer Straße durch unseren Stadtteil nach Hochdorf zu fahren, bzw. umgekehrt.  

Zu unseren Eingaben bzgl. befürchteter höherer Lärmbelastung durch mehr Verkehr wies uns das Garten- und Tiefbauamt darauf hin, dass es sich bei der Elsässer Straße um eine klassifizierte Kreisstraße handelt, deren Aufgabe die Aufnahme eines gewissen Verkehrsaufkommens ist. Auch werden die kleinen Transporter deutlich weniger Emissionen als schwere Lkws verursachen, und sie fahren i.d.R. tagsüber, um ihre Kunden beliefern zu können.

Der Rückbau der Elsässer Straße auf zwei Spuren wird wohl noch länger auf sich warten lassen, und dann sicher auch nur wenige Fahrer von der „Abkürzung“ über Landwasser abhalten. Immerhin wird sich das neue Tempolimit von 50 km/h (statt wie bisher 60 km/h) positiv auswirken. – Warten wir’s also ab!

Text: Redaktion

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