„Dauerbrenner“: Landwasser und Grundwasserprobleme

Grundwasser-Probleme in Landwasser

Über das Eindringen von Grundwasser in die Keller von ca. 60 Einfamilienhäusern in Landwasser wurde seit vielen Jahren berichtet.

Unser Stadtteil hieß vor der Bebauung „Landwassermatten“. Das war ein sumpfiges Waldgelände mit Fischteichen, von denen die Dämme im Wäldchen zwischen den Schulen und der AWO-Senioren-Wohnanlage noch sichtbar sind.

Beim Baubeginn Landwassers 1965 wurde das Gebiet entwässert, und 1966 zogen die ersten Bewohner ein. Da in dieser Zeit, insbesondere durch die „Rhodia“, sehr viel Grundwasser aus Landwasser abgezogen wurde, war eine weitere Entwässerung nicht mehr notwendig. – Vor ca. 20 Jahren wurde dieses Wasser jedoch nicht mehr benötigt, das Grundwasser stieg wieder, und in den Kellern der ersten Einfamilienhäuser zwischen Bussard- und Habichtweg zeigten sich starke Vernässungen, die später auf über 60 Häuser übergriffen. Die Drainage-Rohre aus der Anfangszeit waren zu dieser Zeit leider nicht mehr brauchbar.

Unter der Leitung von Herrn W. Wagner bildete sich 2003 die IG Grundwasser, die sich für die Probleme der Hausbesitzer einsetzte. Dabei konnte erreicht werden, dass die Stadt Freiburg ein Gutachten in Auftrag gab. Die im Gutachten angebotenen Lösungsansätze waren allerdings zu teuer und wurden deshalb nicht umgesetzt.

Inzwischen wurden an 26 der betroffenen Häuser durch Innenabdichtungen Verbesserungen erzielt, aber es ist lt. Aussage eines Gutachters zu befürchten, dass es im Zuge des Klimawandels immer öfter zu höheren Grundwasserständen kommen kann, wodurch sich die Auftriebskräfte des Grundwassers u. U. so stark entwickeln, dass die Bodenplatten der Häuser, durchbrochen werden könnten.

Erfreulicherweise wurde vom Umweltschutzamt ein weiteres Gutachten, ein sog. „Grundwassermodell“, in Auftrag gegeben, das im März dem Gemeinderat und der IG sowie dem Bürgerverein vorgestellt werden sollte. – Leider musste die Präsentation wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Wir sind auf die Ergebnisse gespannt und hoffen endlich auf eine Lösung des Problems in Landwasser.

Text: Redaktion

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