Lernen durch Engagement, Projekt Fahrradwerkstatt

Mobil im Städtle

Projekt- / Engagementbeschreibung

Ziel dieses Projektes ist es das von den SuS bereits erworbene Wissen aus der Theorie (aus dem Fachunterricht) und die Praxiskenntnisse (aus der Fahrradwerkstatt und der Arbeitser­ziehung) weiter auszubauen und in einem realitätsnahem Umfeld umzusetzen. Die SuS sollen in diesem Projekt alte Fahrräder wieder reparieren und kostengünstig an Studenten der Stadt Freiburg verkaufen oder an Bürger aus der Stadt und besonders dem Stadtteil Landwasser, die sich ein neues Rad nicht leisten können. Durch Mobil im Städtle können die SuS soziales Verantwortungsbewusstsein, Teamfähigkeit und Schlüsselqualifikationen für den Übergang in die Berufswelt erlangen. Weiter kann in diesem Feld wirtschaftliches Handeln erprobt und vermittelt werden. Engagement für das Gemeinwohl, Identifikation mit der Stadt Freiburg und der Albert-Schweitzer-Schule III („Wir– die Albert-Schweitzer-Schule III für unsere Stadt, für Landwasser, für mobile Studenten und Bürger!) soll dieses Projekt begleiten.

Realer Bedarf

Freiburg ist gleich zusetzten mit der Studenten-Stadt. Freiburg ist eine grüne Metropole und setzt sich für eine emissionsfreie Fortbewegung ein. Hier kann Mobil im Städtle punkten. Gerade Studenten suchen immer günstige Fahrräder die intakt sind. Mobil im Städtle repariert alte Fahrräder mit Ersatzteilen, die auch aus alten Rädern gewonnen wurden und benutzt diese zum Neubau und Weiterverkauf. Die „upgecycleten“ Räder können so besonders kostengünstig an Studenten weiter gegeben werden, u.a. können die Räder auch finanziell nicht so gut aufgestellten Familien aus dem schulischen Umfeld zugänglich gemacht werden, besonders aus dem Stadtteil Landwasser. Auch der Bedarf an Rädern für die Schule selbst, mit dem Angebot „Werken statt Schule“ auf dem Mundenhof kann so unterstützt werden. An der Albert-Schweitzer-Schule III, in der Grundstufe absolvieren die Kinder die Fahrradprüfung  bei der Polizei. Viele der SuS können nicht richtig oder gar nicht Rad fahren, da sie es nie gelernt haben, aus sozial schwachen Verhältnissen stammen und nicht die Mittel für ein Rad besitzen. An der ASS III können die SuS Radfahren lernen und die Prüfung dann Antreten – hierfür benötigt die Schule ebenfalls Fahrräder, welche Mobil im Städtle möglich machen soll. Auch die Unterstützung anderer Schulen in Freiburg mit Fahrrädern ist angedacht.

Engagement außerhalb der Schule

Zur Materialgewinnung wird eine Kooperation mit dem Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Freiburg eingegangen. Bereits bestehende Kooperationen der Fahrradwerkstatt mit Fahrrad Hild Freiburg  und dem Bürgerverein Landwasser wird weiter ausgebaut. Die Schule öffnet sich, bzw. die Fahrradwerkstatt für Kontakte zu neuen sozialen Gruppen (Studenten, Anwohner…) und gibt den SuS die Möglichkeit sich, die Schule zu präsentieren. Dadurch können die SuS Anerkennung und auch ein unmittelbares Feedback durch die Kontakte nach  „draußen“ erfahren.

Anerkennung und Abschluss

Nach Abschluss des Schuljahres erhalten die SuS ein Zertifikat über die Teilnahme am Projekt. Dieses soll ihr Portfolio für Bewerbungen weiter bereichern und bereits enthaltene Zertifikate (z.B. aus dem „Bänke-Projekt“ mit dem Garten und Tiefbau Amt) ergänzen. Die Leistungen der SuS für ihr Engagement, für die Allgemeinheit soll so Rechnung getragen

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Die SuS haben so die Möglichkeit sozial, ökonomisch, ökologisch und Nachhaltig zu handeln. Eine Anbindung neuer Kunden an die Fahrradwerkstatt unterstützt die Projekte der Schule weiter. Die Beschaffung der Räder erfolgt durch eine Kooperation mit dem Amt für öffentliche Ordnung der Stadt Freiburg. So werden die polizeilich überprüften Räder, deren Besitz aufgegeben  wurde(abgegebene, gefundene, entfernte Räder) zugänglich gemacht.

Curriculare Anbindung

Das Projekt ist fächerübergreifend aufgebaut, Teil des Schulcurriculums und die Kompetenz­bereiche Deutsch, Mathe, Technik und Arbeitserziehung werden miteinander verbunden. Der Transfer von Wissen und Können der Hauptstufenschüler soll in diesem Projekt in einen realen Kontext gebracht werden und während des regulären Unterrichtes stattfinden. Weiter werden mit diesem Projekt Arbeitskompetenzen erworben, gestärkt und weiter entwickelt. Das Projekt soll die bereits bestehenden Projekte der Arbeitserziehung wie „Schaffe lerne“ und JobErkundungsTage sinnvoll ergänzen.

Reflexion

Den SuS soll in regelmäßig monatlich stattfindenden Reflexionsrunden der Sinn und die Wirkung ihres Handelns aufgezeigt werden. Eingehend werden zuvor formulierte Kompe­tenzbereiche, auch im Hinblick auf die Bereiche Arbeit, und Beruf in Selbst- und Fremd­einschätzung überprüft. So soll den SuS der Zusammenhang von Lernen und Engagement, sprich das praktische Anwenden von Wissen und Kompetenzen im Projekt verständlich gemacht werden. Die SuS sollen in ihren bereits erworbenen (Berufs-) Kompetenzen gestärkt werden.

Schülerpartizipation

Die SuS können ihre eigenen Ideen zur Durchführung mit einbringen, sie erarbeiten in den Reflexionsrunden Lösungen für Probleme und reflektieren über ihr Engagement. Weiter zeigen die SuS ein Engagement außerhalb der Schule und leisten so einen Beitrag zum Allge­meinwohl, der Stadt Freiburg und dem Stadtteil Landwasser. In diesem Projekt werden sich die SuS der Hauptstufe engagieren, diese befinden sich in der Berufsfindungsphase und sollen durch dieses Projekt weitere Kompetenzen für eine Ausbildung oder die weiterfüh­rende schulische Laufbahn erlangen.

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