Landwasser aktuell, aus Landwasser-Nachrichten, Heft 486

Das Titelbild der „Landwasser-Nachrichten, Heft 486“ zeigt zwei aktuelle Szena­rien und eine Vision unseres künftigen Zentrums in Landwasser.

siehe auch unsere Veröffentlichung

„Altes und neues EKZ – Beobachtungen“

Gerade jetzt erleben wir, wie unser liebgewonnenes Einkaufszentrum seinem schmerzhaften Ende, dem „Abriss“, immer näher kommt. Das hätte verhindert werden können, wenn die früheren Eigen­tümer in Instandsetzung, Modernisierung oder Sanie­rung investiert hätten. Zusammen mit den Hoch­häusern Auwaldstraße 9 und 96 -104 bildete das EKZ ein „Immobilienpaket“, das aus rein finanziellen Er­wägungen häufig den Besitzer wechselte. Irgendwann war das EKZ in einem derart desolaten Zustand, dass eine Sanierung unwirtschaftlich war. So entstanden Pläne für einen Neubau, zusammen mit Wohnungen, die in Freiburg dringend benötigt werden.

Erfreulicherweise steht das ehemalige Kannenbergge­lände für eine zwischenzeitliche Nahversorgung zur Verfügung. Ein Glücksfall für Landwasser, denn wo hätten Ärzte, Apotheke, Sparkasse, Post, Geschäfte und Restaurationsbetriebe sonst Platz gefunden?

Wir sind also bereits im zweiten Bildteil, dem „Über­gang“, der aber die meisten Wünsche erfüllt.

Trotzdem ist am Platz der Begegnung keine Stille ein­gekehrt. Kirchen, Schulen und das HdB sind am alten Platz geblieben, das Eiscafé Palma durfte ins Dialog-Café (im Gebäude der Zachäusgemeinde) umziehen, und dankenswerterweise können wir auch den größten Teil der Wochenmarktstände wei­terhin am angestammten Platz finden. An ein paar Verschiebungen werden wir uns sicher schnell gewöhnen.

Wie so oft, gibt es leider auch den berühmten Wermutstropfen.

Der betrifft das Quartiersbüro; denn das ist für Ältere und Menschen mit Behinderung jetzt nur noch über eine Treppe in einem viel kleineren Raum im HdB zu erreichen. Aus finanziellen Gründen wurden von der Stadt Freiburg keine Container im Nahversorgungszentrum oder neben dem HdB angemietet, und auch in der künftigen Ladenpassage wären die benötigten Räumlichkeiten zu teuer. Licht am Horizont gibt es durch die Zusage, am HdB einen An- bzw. Neubau zu schaffen.

Hoffen wir, dass der angestrebte Zeitrahmen von 6 -12 Monaten für das neue Quartiersbüro eingehalten werden kann.

Das dritte Szenario ist noch eine „Vision“: Etwa drei Jahre müssen wir noch warten, doch dann werden wir in einem modernen „Zentrum Landwasser“ einkaufen gehen, das das alte EKZ vergessen lässt.

Aber auch abseits von EKZ und Kannenberggelände tut sich einiges in Landwasser: Die d.i.i.-Hochhäuser in der Auwaldstraße sind fast komplett saniert, und die Fassaden einiger Vonovia-Häuser, ebenfalls in der Auwaldstraße, erhalten einen frischen Anstrich.

Weiterhin läuft eine Mehrfachbeauftragung von Ar­chitektur-Büros für die Bebauung von Freiflächen in der Wirthstraße, und im Erholungs- und Freizeitbe­reich wird über die Modernisierung der Minigolfan­lage verhandelt.

Landwasser wird schöner!

Zum Erhalt unseres lebens- und liebenswerten Stadt­teils müssen wir aber auch selbst beitragen, und dazu gehört die Sauberkeit  auf  Straßen, Wegen und Plätzen. Die jährlich einmalige Aktion „Freiburg packt an“ reicht dafür nicht aus!

Mit den besten Wünschen für die bevorstehende Advents- und Weihnachtszeit

Ihr Dieter Dormeier

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