Jubiläum Tierhygienisches Institut

100 Jahre Tierhygienisches Institut Freiburg

Am anderen Ende des Moosweihers – von Landwasser aus betrachtet – befindet sich ein größeres Gebäudeensemble, das viele als Tierhygienisches Institut (THI) kennen. Die meisten Haustierbesitzer werden auch die dort ansässige Kleintierklinik kennen.

Das Tierhygienischen Institut (THI) ist heute Teil des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg (CVUA Freiburg). Neben der Kleintierklinik gehören dazu noch Gebäude der Uniklinik Freiburg, eine Besamungsstation, Wohnungen sowie die Tiergesundheitsdienste.

Das Tierhygienische Institut wurde bereits im Jahr 1908 gegründet, befindet sich mit all seinen Gebäuden aber erst seit Ende der 1960er Jahre am Moosweiher. Da das „alte“ Institut in der Stefan-Meier-Straße 26 nach über 50 Jahren den Anforderungen einer modernen Tierheilkunde nicht mehr genügte und sich die ursprüngliche Mitarbeiterzahl von 10 mehr als verzehnfacht hatte, wurde am jetzigen Standort für 11 Millionen DM ein großzügiger Neubau erstellt, der 1968 eingeweiht wurde. Die Labore waren bereits damals hinsichtlich ihrer Größe und Ausstattung (z.B. Schleusensystem) sehr weitsichtig und fortschrittlich geplant worden.

Von Anfang an wurden im neuen Institut auch Großtiere operiert und behandelt. 1979 wurde dann die angeschlossene Tierklinik in eine räumlich getrennte Kleintier- und Großtierklinik umgebaut. Manche können sich vielleicht noch an die Zeiten erinnern, als Rinder und Pferde, aber auch Bären, Elefanten und andere Großtiere behandelt wurden.

Im Jahr 2013 wurde ein hochmodernes Sicherheitslabor fertiggestellt, um mit neuen hochgefährlichen Erregern für Tiere arbeiten zu können. Heute befinden sich neben dem Tierhygienischen Institut als Teil des CVUA Freiburg noch die Tiergesundheitsdienste, eine Außenstelle der Rinderunion Baden-Württemberg (Rinderbesamungsstation), die Kleintierklinik sowie sechs Bungalows auf dem Gelände.

Fotos und Text (gekürzt): Dr. Klaus Pietsch (CVUA Freiburg)

Anmerkung der Redaktion:

Den ausführlichen Lesebeitrag mit sehr interessanten, auch historischen Details findet man in den Landwasser-Nachrichten, Heft 487, Seite 20.

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