Siebenschläfer – auch bei uns in Landwasser

Siebenschläfer am Moosweiher

Diesmal möchte ich Ihnen von unseren kleinen „Kobolden“ im Dach berichten: den Siebenschläfern.

Jahrelang hörten wir es in unserem Flachdach – vor allem in den Abend- und Nachtstunden – krabbeln, knabbern, poltern, kullern und wuseln. Wer oder was mochte das wohl sein?

Viele Jahre wurde das Rätsel nicht gelöst, nie sahen wir einen “Täter“ in unser Dach eindringen, bis wir eines Tages im Herbst einen Siebenschläfer, ein einem Eichhörnchen ähnelndes Tierchen, beim Klettern in den Rollladenkasten der Küche entdeckten.

Nun machte ich mich gleich mal schlau. Ich erfuhr, dass auch Siebenschläfer einen starken Nagetrieb haben und sich auch schon mal durch das Dach oder die Dämmung nagen. Belustigt über die Vorstellung, dass wir auf dem Sofa sitzen und plötzlich bricht Familie Siebenschläfer mitsamt herabprasselnden Nüssen und Eicheln auf uns hernieder, konnten wir nicht anders, als die kleinen Kobolde nun als unsere Dachbewohner zu tolerieren.

Ihren Namen erhielten Siebenschläfer aufgrund ihres langen Winterschlafes von etwa sieben Monaten; den erforderlichen Winterspeck futtern sie sich Im Herbst an. Sie sind nachtaktiv und können einen solchen Lärm machen, dass so mancher schon dachte, er hätte Einbrecher im Haus.


Sie sind exzellente Kletterkünstler und durch ein feuchtes Sekret an ihren kleinen Pfoten können sie problemlos glatte Wände hochklettern. Den puscheligen langen Schwanz benötigen sie, um das Gleichgewicht zu halten beim Klettern und Springen.

Unser Dach haben sie offensichtlich für gut befunden und bewohnen es nun schon seit mehreren Generationen. Als Dankeschön legen sie uns hin und wieder eine kleine, angefressene Nuss auf die Fensterbank, wir freuen uns immer sehr darüber.

Foto und Text (gekürzt): Stefanie Pietsch

Wer sich für noch mehr Einzelheiten zum Thema „Siebenschläfer“ interessiert, findet weitere Ausführungen in den Landwasser-Nachrichten, Heft 487, Seite 18.

(Anmerkung der Redaktion)

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