Baumfällungen zwischen Landwasser und Lehen erforderlich

UPDATE:

Die Eschenfällungen zwischen Lehen und Landwasser werden kurzfristig beendet.-

Leider zeigt sich, dass an den Albert-Schweitzer-Schulen und entlang des Vogelbachs weitere kranke und umsturzgefährdete Eschen gefällt werden müssen. Insbesondere an den Schulen ist dies dringend erforderlich.

Hinweis: Als Alternative zu den Fällungen der Eschen wären Sperrungen der betroffenen Waldstücke erforderlich. –Vertrauen wir lieber der Fachkenntnis unseres Försters !

Text: Redaktion

Pressemitteilung

vom 18. Februar 2021

Hiebsmaßnahme des Forstamtes

im Wald zwischen Lehen und Landwasser

Ende Oktober 2020 hat das Forstamt im nordöstlichen Bereich des Waldstücks zwischen Lehen und Landwasser zur Verkehrssicherung umfangreiche Baum­fällungen vorgenommen. Dabei ging es um den Bereich zwischen der Wohnbe­bauung Landwasser und der Straßenbahnhaltestelle Diakoniekrankenhaus. Im Vorfeld hatte es dazu eine Pressemitteilung (siehe unten) und einen lnfo-Termin vor Ort gegeben, zu dem über 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger gekommen waren.

Nun werden die Baumfällungen in jenem Waldstück fortgesetzt, das sich südwestlich anschließt und bis zur Bundschuhhalle reicht. Im gesamten Waldstück stehen viele, teilweise auch starke und dicke Eschen, die vom Eschentriebsterben stark geschädigt sind. Bei den Fällungen im Oktober musste das Forstamt feststellen, dass der größte Teil der Bäume im Stamm- und Wurzelbereich stark faul ist, obwohl sie teilweise noch grüne Kronen hatten. Seither war klar, dass weitere Baumfällungen in diesem Winter im ganzen Bereich nötig sein würden, da er für Waldspaziergänge sehr beliebt ist.

Nun ist das Forstamt in dieser und der nächsten Woche dabei, dort alle Eschen zu entnehmen, und auch bereits abgestorbene Eichen, die sich Richtung Straße oder Bebauung neigen. Die Eschen, die bereits gefällt wurden, bestätigen die Einschät­zung des Forstamtes: Sie waren stellenweise noch labiler als befürchtet.

Wie auch an der Straßenbahnhaltestelle, wo die entstandene Blöße in wenigen Wochen mit Speierlingen, Kirschen und Sträuchern bepflanzt wird, werden auch im weiteren Waldbereich überall junge Bäume gepflanzt, wo jetzt durch die Baumfällungen Lücken entstehen. Darüber hinaus wachsen auf der ganzen Fläche bereits jetzt zahlreiche junge Bäume und Sträucher, die vom Licht profitieren und schnell in die Höhe schießen, so dass der Walderhalt sichergestellt ist.

Hier noch einmal der Wortlaut der

Pressemitteilung vom 20. Oktober 2020:

Wegen Eschentriebsterben:

Forstamt fällt am 27. und 28. Oktober Bäume rund um die Straßenbahnhaltestelle Diakoniekrankenhaus

Am Dienstag, 27., und Mittwoch, 28. Oktober, nimmt das Forstamt in Zusammen­arbeit mit dem Garten- und Tiefbauamt und der VAG in Landwasser umfangreiche Baumfällungen vor. Betroffen sind das Wäldchen an der Straßenbahn-Haltestelle Diakoniekrankenhaus und der Waldrand entlang der Straßenbahntrasse (Linie 1). Die VAG bietet an beiden Tagen Schienenersatzverkehr an.

Allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern bietet der zuständige Revierförster Ernst Krämer vor den Fällungen die Möglichkeit, sich die Lage vor Ort am Freitag, 23. Oktober, anzuschauen. Treffpunkt ist um 16 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle Diakoniekrankenhaus. Bitte zu diesem Termin eine Alltagsmaske mitbringen.

Bei den zu fällenden Bäumen handelt es sich fast ausschließlich um Eschen, die vom Eschentriebsterben befallen sind. Ursprünglich in Ostasien beheimatet, hat sich der Pilz, der für das Eschensterben verantwortlich ist, inzwischen in Europa ausgebreitet. Seit 2009 grassiert er auch im Mooswald. Sein Fruchtkörper bildet im Sommer Millionen von Sporen, die vom Wind verweht werden und die Blätter und Triebe der Eschen infizieren.

Da es kein Heilmittel und keine Bekämpfungsmöglichkeit gegen diesen Pilz gibt, bringt er die Esche unaufhaltsam zum Absterben. Im Laufe der Zeit verliert sie ihre Standfestigkeit. In sensiblen Bereichen muss die sterbenskranke Esche kontrolliert zu Fall gebracht werden, bevor sie unkontrolliert umfällt und Menschen oder Gebäude zu Schaden kommen. (Anfang 2020 war im Mooswald genau das passiert. Eine nicht erkennbar kranke Esche fiel auf die Oberleitung der Straßenbahn. Zum Glück wurde damals niemand verletzt.)

Der Anteil der Eschen im Freiburger Mooswald lag bis vor kurzem noch bei 24 Prozent. Etwa jeder vierte Baum im Mooswald war also eine Esche. In etlichen Waldbeständen, z.B. im Wald zwischen Bundschuhhalle und Moosgrund, lag der Eschenanteil sogar bei fast 50 Prozent. Fast alle diese Eschen sind im Laufe der vergangenen Jahre erkrankt. Überall im Wald sieht man nun absterbende, abgestorbene und vielerorts auch schon umgestürzte Eschen, die das Forstamt an vielen Stellen stehen und liegen lässt. In Bereichen, wo es sich um starke Eschen handelt oder wo Waldbesuchende, der Verkehr oder Gebäude gefährdet sind, reagiert das Forstamt indes mit häufigeren Fällungen und insgesamt mit mehr Eingriffen.

Mit diesem „zweigleisigen“ Vorgehen will das städtische Forstamt gewährleisten, dass die Freiburgerinnen und Freiburger sich trotz Eschentriebsterbens weiterhin gefahrlos auf den Wegen und Straßen im und entlang des Mooswaldes aufhalten können, um diesen wunderbaren Erholungsraum zu erleben.

Damit auch das Waldstück in Landwasser seine volle ökologische Funktion behält, wird das Forstamt auf der kleinen Freifläche, die nach den Fällungen neu entsteht, im nächsten Frühjahr heimische Sträucher und kleinwüchsige Bäume wie den Speierling pflanzen und pflegen.

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