Über Landwasser

Landwasser (Freiburg im Breisgau)

Ca. 7.000 Einwohner

Geografische Lage: 48° 1′ 26″ N, 7° 48′ 32″ O

Höhe: 232 m ü. NN

Fläche: 1,25 km²

Landwasser ist umgeben von den Freiburger Stadtteilen Hochdorf im Norden, Brühl im Nordosten, Mooswald im Südosten und Lehen im Westen. Er ist weitgehend vom Mooswald umgeben, im Norden grenzt er an die Autobahn A 5. Nordöstlich wird er begrenzt durch die Bahnstrecke der Breisgau-S-Bahn Freiburg-Breisach, im Westen durch das „Lehener Bergle“.

Geschichte

Am 28. April 1964 beschloss der Freiburger Gemeinderat den Bebauungsplan für einen ganz neuen Stadtteil im Westen der Stadt, für das Gebiet „Landwassermatten“, ein sumpfiges Waldgebiet. Im Frühjahr 1965 begann mit dem ersten Spatenstich die Bautätigkeit und im Juni 1966 konnten die ersten Bewohner einziehen. Bereits im Februar 1968 wurde die tausendste Wohnung bezogen. Die Bebauung war eine geplante Mischung von Hochhäusern und großen Wohnblocks einerseits, andererseits von Bungalows und Einfamilienhäusern am südwestlichen Rand des Wohngebiets. Bewohner waren vorwiegend junge Familien, die hier relativ preisgünstigen Wohnraum fanden.

Einrichtungen

Im Zentrum des Stadtteils wurden die Infrastruktureinrichtungen geplant: Kirchen der beiden großen Konfessionen, 4 Kindergärten, das Schulzentrum der Albert-Schweitzer-Schulen (ASS) mit Grund-, Werkreal- und einer Förderschule, das „Haus der Begegnung“ (HdB) als Jugend- und Bürgerhaus, ein Marktplatz und ein Einkaufszentrum (EKZ).

Weitere Einrichtungen kamen im Laufe der Jahre hinzu: das Krankenhaus der evangelischen Diakonie sowie eine private Praxisklinik, ein Alten- und Pflegeheim der Arbeiterwohlfahrt und ein überregionales  Ausbildungszentrum der Handwerkskammer. Ein Heizwerk, das Gas aus einer nahe liegenden, stillgelegten Mülldeponie nutzt, versorgt einen Teil der Wohnungen mit Fernwärme. Am Westrand des Stadtteils, fernab der Wohnbebauung an der Autobahn, befindet sich das Tierhygienische Institut Freiburg (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Freiburg –CVUA-), das kommunale Rechenzentrum, ein Fahrzeughaus mit Tankstelle, eine private Schule (Freie Christliche Schule) mit allen Schularten, ein ÖPNV Verkehrsknoten und Sportflächen und Sportmöglichkeiten.

Verkehr

Der Stadtteil Landwasser ist durch die Stadtbahnlinie 1 (Landwasser-Littenweiler), welche an den Haltestellen Moosgrund, Diakoniekrankenhaus und der Endhaltestelle Moosweiher hält, an das lokale Verbundsnetz der VAG angeschlossen. Von der Endhaltestelle Moosweiher aus existieren verschiedene Verbindungsmöglichkeiten in Richtung Kaiserstuhl, den Stadtteil Hochdorf und in das Industriegebiet Nord. Weiterhin besteht der Haltepunkt Freiburg-West der Breisgau-S-Bahn (Freiburg-Breisach), welcher sich in der Wirthstraße im östlichen Teil Landwassers befindet.

Ein gut ausgebautes Radwegenetz schafft Verbindungen in die anderen Teile der Stadt Freiburg. Hauptzufahrtsstraße für den motorisierten Verkehr ist die Elsässerstraße, die – auch über die Kreuzung mit der Westtangente – den Stadtteil mit dem Freiburger Straßennetz verbindet.

Freizeit und Erholung

Landwasser ist parkähnlich angelegt und liegt mitten im Grünen, umgeben von Wald, der für Spaziergänge und sportliche Aktivitäten genutzt werden kann.

Der Moosweiher, eine ehemalige Kiesgrube und heutige Wasserfläche ( 7 ha, bis zu 10 m tief, 225 m über NN) am Nordwestrand der Bebauung, lädt ebenfalls zur Erholung und zu Freizeitaktivitäten ein.

Für Skateboarder und Inliner existiert zur Freizeitgestaltung eine Halfpipe an der Nordseite des Gewässers.

Wappen

Das Wappen von Landwasser ist viergeteilt. Im linken oberen und rechten unteren Feld ist das Georgskreuz der Stadt Freiburg plastisch abgebildet, in den beiden anderen Feldern steht jeweils ein goldener Frosch auf blauem Grund, Hinweis auf die wasserreiche Lage des Stadtteils und seinen Namen.

Wahrzeichen

des Stadtteils ist der „Rote Otto“, eine zwölf Meter hohe rote Figurengruppe aus Polyester und Beton, die 1973 an herausgehobener Stelle aufgestellt wurde. Die formal stark reduzierten Figuren von Mann und Frau des Künstlers Eberhard Rau können sich im oberen Bereich der Plastik je nach Luftbewegung drehen.

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