Städtepartnerschaft / Jumelage

Stadtteilpartnerschaft mit Besançon-Saint-Claude

Angeregt durch die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Besançon, die im Jahre 1959 begründet wurde, suchte der Bürgerverein Landwasser im Jahre 1972 für eine Jumelage auf Stadtteilebene Kontakte zum „Quartier des Clairs-Soleils“ – einem Neubaugebiet mit Hochhäusern (wie Landwasser). Bis 1978 fanden wechselweise 16 Begegnungen statt, aber die Beziehungen brachen leider ab durch die Auflösung des dortigen Comités, das einem hiesigen Bürgerverein entspricht. – Doch bereits 1979 ergaben sich neue Kontakte, und zwar zum „Quartier de Saint-Claude“, die am 23. Mai 2009 zum 30-jährigen Jahrestag der Partnerschaft führten und bis zum heutigen Tage andauern. Dieses Jubiläum traf übrigens zusammen mit dem 50-jährigen Bestehen der Jumelage zwischen den Städten Freiburg und Besançon .

Ziel der Partnerschaft war und ist, die Beziehungen zwischen den einst verfeindeten Ländern Frankreich und Deutschland über eine normale Nachbarschaft zur Freundschaft zu führen. – Bei regelmäßigen Treffen, die alternierend in den beiden Partnerstädten oder der näheren Umgebung stattfinden, bildeten sich schnell deutsch-französische Gruppen, die z. T. noch heute den Kern der Partnerschaft darstellen. – Selbstverständlich wurden auf beiden Seiten die schönsten Plätze vorgestellt; es wurden landschaftliche und bauliche Sehenswürdigkeiten besucht, in der „Franche Comté“ z. B. die Grotte von Osselle und natürlich die Zitadelle von Besançon, aber auch Museen – wie das Freilichtmuseum von Nancray. Darüber hinaus gab es kulturelle Veranstaltungen, z.B. anlässlich des 200. Geburtstages von Victor Hugo.

Jedes Treffen der Partner ist auch eine Herausforderung für die jeweiligen Vorbereitungsgruppen, die natürlich Neues und Interessantes anbieten möchten. Aber bei allen Besichtigungen kommt auch der persönliche Kontakt nicht zu kurz: Bei kleinen Wanderungen und natürlich auch beim Essen – sei es im Restaurant oder beim Pique-Nique – lernt man sich näher kennen und schätzen. – Ein gewisses Problem sind dabei allerdings die unterschiedlichen Sprachen; denn etliche Teilnehmer sprechen nur einige wenige französische bzw. deutsche Wörter. Es bleibt aber festzuhalten, dass man sich trotzdem hervorragend versteht.

Leider fehlt der Stadtteilpartnerschaft der Nachwuchs; denn in der heutigen globalisierten Welt erfolgt die Kommunikation in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ebenso wie in der modernen Musik- oder Popszene in Englisch, so dass Französisch etwas ins Hintertreffen gerät. Hinzu kommt, dass die Jugendlichen in den Schulen zu Partnerschaften mit Gleichaltrigen geführt werden; allerdings – und das ist wichtig – mit dem gleichen Ziel wie bei den älteren, nämlich der deutsch-französischen Freundschaft.

Einladungen zu den „Jumelagen“ bzw. Berichte über den Verlauf der Treffen finden Sie als aktuelle Veröffentlichungen auf unserer Startseite.

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