Sozialplanung für Ältere

Bericht „Sozialplanung für Ältere“: Die Angebotsstruktur für Ältere wird sich bis 2030 positiv weiterentwickeln. Bedarf zum Ausbau besteht dennoch bei Wohn- und Pflegeangeboten.

Heute leben 38.789 Menschen ab 65 Jahren in Freiburg, bis 2030 steigt diese Zahl auf 45.001. 85 Jahre und älter sind heute 5.743 Menschen, im Jahr 2030 werden es rund 6.613 sein. Im hohen Alter steigt auch das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Nach der Landespflegestatistik 2019 erhalten in Freiburg 7.299 Personen Leistungen der Pflegeversicherung, ein Großteil (5.355=73%) wird zu Hause gepflegt. Ca. ein Viertel davon lebt in Pflegeeinrichtungen (1.944=26%). Für das Jahr 2030 hat das städtische Amt für Bürgerservice und Informationsmanagement 8.039 Pflegebedürftige vorausberechnet.

Um die derzeitige Situation für ältere Menschen, und die vorhandenen und zukünftigen Angebote für Ältere und Pflegebedürftige aufzuzeigen, hat das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt einen umfassenden Bericht zur Sozialplanung für Ältere erstellt. Dieser wurde am 29.06.2021 vom Gemeinderat unter der Drucksache G-21/066 verabschiedet.

Ziel der Sozialplanung ist, Menschen auch im Alter und bei Pflegebedarf den möglichst langen Verbleib in den eigenen vier Wänden oder in der vertrauten Umgebung des Stadtteils zu ermöglichen. Voraussetzungen sind u.a. Barrierefreiheit in der Wohnung und im öffentlichen Raum, wohnortnahe Angebote der allgemeinen Grundversorgung aber auch im Gesundheits- und Pflegebereich.

Im Rahmen der Initiativen „Älterwerden im Stadtteil“, die durch das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt unterstützt werden, soll das gelingende und aktive Älterwerden gefördert werden. Zu den vertretenen Institutionen können Einrichtungen der Altenarbeit – Begegnungsstätten, Betreute Wohnanlagen, Pflegeeinrichtungen und ambulante Unterstützungs- bzw. Pflegedienste, die Quartiersarbeit und interessierte und ehrenamtlich aktive Bürger_innen und Gruppen, gehören. Die genannten Institutionen und Gruppen werden als zentrale Akteure im Stadtteil angesehen, die Ressourcen, Potentiale und Herausforderungen vor Ort kennen und Bedarfe formulieren können.

Der Stadtteil Landwasser zeichnet sich bereits durch seine aktiven Akteure, Initiativen und Bürger_innen, die sich für viele Themen des Stadtteils engagieren, aus. Der Bürgerverein, das Netzwerk Landwasser e.V., das Haus der Begegnung (Quartiersarbeit), die Begegnungsstätte Landwasser, das Gerontopsychiatrische Pflegezentrum Landwasser, die Schulen und Kirchen haben sich dafür zu einem Runden Tisch Landwasser zusammengeschlossen.

Im Rahmen der neu veröffentlichten „Sozialplanung für Ältere“ wollen wir ins Gespräch kommen und unter anderem die Infrastruktur von Landwasser, Angebote für Senioren und Seniorinnen und die unterschiedlichen Bedarfe gemeinsam in einer Stadtteilrunde Landwasser diskutieren.

Stadtteilrunden sind in erster Linie Austauschplattformen, in denen der Informationsfluss zwischen den lokalen Akteuren zu Projekten, Veranstaltungen und Herausforderungen bei der alltäglichen Arbeit gewährleistet wird.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Landwasser e.V. organisiert das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt eine Stadtteilrunde Landwasser am Montag, 29. November von 14 – 16 Uhr im Haus der Begegnung, zu der wir interessierte Bürger_innen und Akteure herzlich einladen.

Wir bitten um Anmeldung bis Freitag, 12. November, beim Netzwerk Landwasser e.V. unter info@netzwerk-landwasser.de.

Sollte aufgrund von Corona kein persönliches Treffen möglich sein, werden wir Sie zu einer digitalen Austauschrunde einladen und rechtzeitig informieren.

Wir freuen uns auf eine gemeinsame Stadtteilrunde Landwasser!

Das Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt Freiburg:

Hauptaufgabe des neunköpfigen Teams im Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt ist die Beratung von älteren Menschen und ihren Angehörigen. Beraten wird u.a. zu den Freiburger Angeboten von Begegnungsangeboten, über Hilfen zu Hause bis hin zur Unterstützung bei der Pflegeplatzsuche.

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