Martinsumzug, Bericht und Bilder

Martinsumzug in Landwasser mit überwältigender Beteiligung

Wer hätte das gedacht? Zuerst erschienen ganz vereinzelt im noch grellen Scheinwerferlicht der großen Baustelle die ersten Laternen. Dann wurden es immer mehr Menschen vor den Einlasskontrollen mit Corona- und Luca-App.

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In der katholischen Kirche fand Frau Pastoralreferentin Birgit Hofmann-Nitsche aufmerksame Zuhörer bei der Geschichte über den Heiligen St. Martin. Musikalisch umrahmt mit stillen, aber harmonischen Tönen wurde die Andacht von Frau Sabine Wehrle, die ihre große Harfe mitgebracht hatte. Da waren die Stimmen der Kinder zum Lied „St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind, sein Ross, das trug ihn fort geschwind …“ gut zu hören.

Leider war der Chauffeur des Pferdes kurz vor seinem Einsatz in ein Krankenhaus gekommen. So musste St. Martin zu Fuß gehen. Dennoch folgten ihm alle in Landwasser – noch nicht durch Schnee und Wind, aber durch den Wald und Nebel. Da leuchteten die Laternen im dunklen Mooswald besonders schön.

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Auf dem Kirchplatz schlotterte schon der Bettler, dem St. Martin mit einem entschlossenen Schwertschwung die Hälfte seines Mantels zum Wärmen schenkte.

Claudia Bleile vom neuen „Café beim Roten Otto“ spendierte 100 einzeln verpackte Brezeln, die im Nu vergriffen waren. Es waren mehr Kinder gekommen als gedacht. So mussten auch die Brezeln geteilt werden.

Wegen des Virus wurde diesmal schweren Herzens auf das Feuer, den Kinderpunsch und den Glühwein für die Erwachsenen verzichtet.

Aber wir hoffen, dass die vielen Familien, die gekommen waren, mit dem guten Gefühl nach Hause gingen, dass wir auch mit Abstand und Maske füreinander einstehen können – wie St. Martin es vorgemacht hat.

Text: F. Biniarz

Fotos: F. Biniarz, St. Pietsch

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