Stadtteilzentrum Landwasser – Spatenstich

Spatenstich für das neue Stadtteilzentrum

Wie schon berichtet: die Bauarbeiten sind in vollem Gange. Dennoch wurde auf 9. Dezember 2021 vom Projektentwickler Herrn Peter Unmüßig zu einem Spatenstich eingeladen.

Ich wurde häufig nach der Grundsteinlegung gefragt. Aber so etwas war und ist anscheinend nicht vorgesehen.

Nun gut, also ein Spatenstich. Es war kalt. Dafür schien die Sonne am blauen Himmel über Landwasser. Es war ein kleiner Haufen lockere Erde zwischen Baucontainern und Baustelle angefahren worden. Statt Spaten bekamen wir blaue Helme und rote Schaufeln und mit Schwung wurde für den Fotografen, der die Spatenstecher dirigierte, die aufgenommene Erde in die Luft geworfen.

Davor gab es in kleiner Runde eine Begrüßung und ein paar Worte von Herrn Unmüßig, der daran erinnerte, dass sein Vater Adolf Unmüßig vor etwa 50 Jahren das Einkaufszentrum gebaut hatte. Der Abriss sei hart gewesen, weil schon damals mit festem Beton gebaut wurde. Den Asbest erwähnte er nicht.

Oberbürgermeister Martin Horn war gekommen. Von ihm erfuhren wir, dass dieses Bauprojekt in Landwasser momentan das größte Bauprojekt in der Stadt sei und bezifferte das Bauvolumen mit 175 Millionen Euro.

In der Badischen Zeitung war dann zu lesen, dass ich gesagt haben soll, „das Konzept des neuen Einkaufzentrums lasse auf eine gute Zukunft für Landwasser hoffen – und dass mit dem Neubau Wohlfühlorte in Landwasser entstehen werden.“

Das ist zwar nett, aber ich kann mich nicht erinnern, dies so gesagt zu haben. Und da das so nicht zutraf, hat dann die Badische Zeitung auf meinen Hinweis hin unter der Überschrift „So ist’s richtig!“ auch geschrieben, was ich gesagt habe.

Das alte Einkaufszentrum (EKZ) sei der Bürgerschaft in Landwasser ans Herz gewachsen. Viele seien traurig über den Abriss gewesen. Die Wohnungsunternehmen im Umkreis des EKZ hätten über die Zeit ihre Gebäude erhalten, renoviert, saniert und modernisiert. Das alte EKZ sei von den verschiedenen Eigentümern so heruntergewirtschaftet worden, dass es nur noch abgerissen werden konnte. Der erste Abriss eines großen Gebäudes in Landwasser.

Es sei zu hoffen, dass der Neubau, das neue Stadtteilzentrum, möglichst lange hält und nicht wieder in circa 50 Jahren abgerissen werden muss. Und ich wünschte dem Projekt viel Erfolg.

Auch wenn ein Spatenstich nicht der Ort einer Diskussion ist, so möchte ich doch an dieser Stelle erwähnen, dass im Anschluss meiner Worte Herr Unmüßig erneut das Wort ergriff. Er betonte nachdrücklich, dass er dafür sorgen werde, Investoren bzw. Eigentümer zu verpflichten, die sich werterhaltend um das neue Stadtteilzentrum kümmern.

Nun, dieses Versprechen sollten wir nicht vergessen.

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Text: Folkmar Biniarz

Fotos: Klaus Polkowski

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